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50 Jahre "Harmonie" - ein italo-schwäbisches Jubiläum

Heubach-GD (pm) – „Auf den Tag genau vor 51 Jahren, am 5. September 1972, wurde die Harmonie in Schwäbisch Gmünd in der Vorderen Schmiedgasse von Familie Bruni-Clementelli als Ristorante und Pizzeria eröffnet“, begrüßte Geschäftsführer Thomas Mayer am Dienstag letzter Woche die italienisch-stämmige Familie in der Hirschbrauerei Heubach. Eigentlich wollte man das 50-jährige Jubiläum bereits letztes Jahr feiern. Aus terminlichen Gründen wurde die Feier auf dieses Jahr verschoben.

Die Inhaberfamilien der Heubacher Brauerei, zu der das alte Gmünder Gasthaus gehört, nahmen das Jubiläum zum Anlass, sich bei Ambrogio Bruni-Clementelli und seiner Familie zu bedanken, welche bereits seit über 50 Jahren die italienische Gastfreundschaft mitten in der Gmünder Innenstadt kultiviert und sozusagen als „Institution“ nicht mehr wegzudenken ist. Eine italo-schwäbische Erfolgsgeschichte, die 1972 mit dem Vater von Ambrogio, Michele, und dessen Frau Angela begann.

Zum Auftakt traf man sich zu einer Brauereiführung, während dieser selbst Mutter Angela bis in den tiefen Albfelskeller mitkam und ein frisches HEUBACHER Uralb Spezial aus dem Tank verkostete. Danach ging es weiter in den Brauereigasthof zu einem gemeinsamen Abendessen. Stellvertretend für die Brauer-Familien Mayer und Caliz richtete Thomas Mayer einige Worte des Dankes an Familie Bruni-Clementelli und überreichte eine Urkunde für 50 Jahre Treue und Verbundenheit zur Hirschbrauerei. Die "Harmonie" sei das beste Beispiel dafür, dass eine alteingesessene Gastronomie keineswegs zwangsläufig mit den Themen Rostbraten oder Maultaschen daherkommen müsse, stellte Mayer fest. Die Familie Bruni-Clementelli betreibe das alte Gmünder Gasthaus nun seit über 50 Jahren. "Da kann scho von Tradition gschwätzd werda", sagt Ambrogio Bruni-Clementelli, der sich selbst als Italo-Schwabe bezeichnet. Sein Vater war im Zuge der Gastarbeiterwelle als Maurermeister nach Gmünd gekommen. Als 1972 die "Harmonie" zur Pacht ausgeschrieben war, gab er seiner Kochleidenschaft nach und eröffnete ein italienisches Speiselokal, von welchen es zu dieser Zeit in Deutschland noch sehr wenige gab. "Allein das Gericht "Rigatoni" verursachte damals bei einigen Gästen ein Stirnrunzeln", sagt Ambrogio lachend. In jenen Tagen verbrachte er viel Zeit in der Gaststube und schaute den Gästen als kleiner Junge beim Schachspiel oder beim Würfeln am Stammtisch zu. Die vielen Eindrücke aus seiner Kindheit hielt den gelernten Einzelhandelskaufmann nach seiner Lehre weiterhin in der elterlichen Gastronomie, um dort auszuhelfen. Aus einem Jahr wurden viele Jahre und aus Ambrogio ein waschechter Gastronom in einer traditionsreichen Gmünder Familien- und Wirtshaus-Geschichte.


Übergabe der Jubiläumsurkunde an Familie Bruni-Clementelli